Garda hat gut 4.100 Einwohner, liegt am Ostufer in der Provinz Verona – und hat dem ganzen See seinen Namen gegeben. Nicht der Ort selbst, sondern die Burg über ihm.

Inhalt
Die Rocca und der Name des Sees
Auf dem Felsplateau über dem Ort ließ Theoderich, der König der Goten, im 5. Jahrhundert eine Burg errichten – die Rocca di Garda. Sie galt als uneinnehmbar und wurde erst im 16. Jahrhundert von den Venezianern zerstört. Von ihr leitet sich der Name des Sees ab, der vorher Benacus hieß.
Zu sehen ist von der Burg wenig. Der Aufstieg zum Plateau lohnt sich trotzdem: Von oben sieht man das ganze Südbecken, die Halbinsel Sirmione und bei klarer Luft bis nach Desenzano.
Punta San Vigilio
Nördlich des Ortes ragt eine Landzunge in den See, bewachsen mit Zypressen und Olivenbäumen. Sie gilt vielen als die schönste Stelle des Ostufers.
Wichtig zu wissen: Der Strand dort, die Baia delle Sirene, ist in Privatbesitz und kostenpflichtig. Wer nur den Blick sucht, kommt auch ohne Eintritt bis zum kleinen Hafen an der Spitze.
Die Altstadt
- Palazzo dei Capitani aus dem 14. Jahrhundert
- Pfarrkirche Santa Maria Maggiore, deren Ursprünge ins 10. Jahrhundert reichen
- Villa degli Albertini aus dem 16. Jahrhundert
- Die Seepromenade, die in einer weiten Bucht liegt und abends gut zu gehen ist
Praktisches
- Anfahrt: über die Gardesana Orientale (SS 249). Von Verona rund vierzig Minuten.
- Preise: Garda gilt als der teurere unter den Ostufer-Orten. Wer günstiger wohnen will, sucht in Bardolino oder im Hinterland.
- Fahrverbotszone: Die Gemeinde betreibt ein Genehmigungsverfahren für die Einfahrt in den Ortskern – siehe Fahrverbotszonen am Gardasee.
Orte in der Nähe
Nach Süden folgen Bardolino und Lazise, nach Norden Torri del Benaco. Ins Hinterland führt die Straße nach San Zeno di Montagna. Eine Übersicht bietet unsere Seite Orte am Gardasee.
Quellen und Bildnachweis
Stand: 28. August 2026. Wir prüfen alle Angaben sorgfältig. Sollte Ihnen eine Abweichung auffallen, schreiben Sie uns kurz – wir tragen die Korrektur nach.
Beitragsbild: Der Hafen an der Punta San Vigilio. Urheber: Syrio, über Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.