Wassertemperatur im Gardasee: Monatstabelle und wo es früher warm wird

Kiesstrand am Gardasee bei Torbole mit Blick über das Wasser auf die umliegenden Berge
Strand bei Torbole am nördlichen Gardasee. Foto: Davy1509, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Gardasee ist an seiner tiefsten Stelle rund 346 Meter tief. Diese Wassermasse erwärmt sich langsam und kühlt langsam ab – deshalb ist der See im Juni kühler, als das Wetter vermuten lässt, und im September wärmer, als man denkt.

Die Monatstabelle

MonatRiva del Garda (Nord)Peschiera del Garda (Süd)
Januar6,1 °C5,7 °C
Februar7,5 °C7,3 °C
März9,5 °C9,8 °C
April13,1 °C13,4 °C
Mai16,9 °C17,2 °C
Juni21,8 °C21,7 °C
Juli24,4 °C24,4 °C
August24,5 °C24,6 °C
September20,9 °C20,9 °C
Oktober16,8 °C16,8 °C
November11,8 °C11,9 °C
Dezember7,4 °C7,2 °C
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Zehnjahresmittel nach seatemperature.info.

Warum der See dem Wetter hinterherhinkt

Zwei Zahlen aus der Tabelle erklären die Eigenart des Sees besser als jede Beschreibung:

  • Juni: 21,8 °C. Draußen ist längst Sommer, das Wasser hängt noch nach – der See hat den Winter erst zur Hälfte abgeschüttelt.
  • September: 20,9 °C. Die Luft kühlt schon ab, das Wasser hält die Wärme des Augusts noch fest.

Praktisch heißt das: Wer im Juni kommt, sollte sich vom Thermometer an Land nicht täuschen lassen. Wer im September kommt, bekommt fast dasselbe Wasser bei halb so vielen Menschen am Ufer.

Ist das Wasser im Süden wärmer? Nein.

Das steht in vielen Reiseführern, und es klingt plausibel: Im Süden ist der See flacher und die Luft wärmer. In den Messwerten findet sich das aber nicht.

Der Unterschied zwischen Riva im Norden und Peschiera im Süden beträgt in der obigen Tabelle höchstens 0,4 Kelvin – und im Januar ist der Norden sogar der wärmere. Bei einer Wassermasse von rund 50 Kubikkilometern, die sich ständig durchmischt, ist das auch kein Wunder.

Flache, windgeschützte Buchten wärmen sich an einem sonnigen Tag spürbar auf – und die gibt es im Süden häufiger. Welcher Teil des Sees sonst zu wem passt, haben wir gesondert aufgeschrieben. Das ist der Unterschied, den man tatsächlich spürt: nicht Nord gegen Süd, sondern flache Bucht gegen Steilufer.

Deutlich anders ist dagegen die Luft: Im Süden liegt sie im Juli um bis zu fünf Grad über den Werten am Nordufer. Wer im Mai nach Sirmione fährt, sitzt also angenehmer draußen als in Riva – ins gleich warme Wasser springt er trotzdem. Welcher Monat insgesamt der richtige ist, steht in unserer Übersicht zur besten Reisezeit für den Gardasee.

Ab wann kann man baden?

Das ist Geschmackssache, aber als Anhaltspunkt:

  • Ab etwa 20 °C – also von Juni bis September – ist Baden für die meisten ohne Überwindung möglich.
  • Mai und Oktober mit rund 17 °C sind etwas für Abgehärtete oder für kurzes Eintauchen.
  • Der September ist der unterschätzte Monat: fast so warm wie im Juni, aber mit deutlich weniger Betrieb am Ufer – mehr dazu im Beitrag über den Gardasee im Herbst.

Örtlich kann es abweichen: An Steilufern, wo das Wasser gleich tief wird, bleibt es kühler als in einer flachen Bucht.

Wie warm ist es gerade?

Tagesaktuelle Messwerte zeigen die unten verlinkten Portale. In der Woche vor der Abreise lohnt der Blick: Nach einer Hitzeperiode liegt der See leicht ein bis zwei Grad über dem Monatsmittel, nach kühlen, windigen Tagen entsprechend darunter.

Quellen und Bildnachweis

Stand: 27. August 2026. Wir prüfen alle Angaben sorgfältig. Sollte Ihnen eine Abweichung auffallen, schreiben Sie uns kurz — wir tragen die Korrektur nach.

Quellen — Wassertemperaturen: seatemperature.info Riva del Garda und Peschiera del Garda; Vergleichswerte von gardasee-hotels.net und wassertemperatur.org. Lufttemperaturen: wetter.com. Alle abgerufen am 27. August 2026.

Beitragsbild: Strand bei Torbole. Urheber: Davy1509, über Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

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